3000er-Liste Trennstrich Aktuell Trennstrich Stationen Trennstrich Topland Trennstrich Links Trennstrich Videos Trennstrich Kontakt
Startseite
Stationen Pfeil  

Traumwunschberge meiner Jugend

     
    Schon bald nach der Großglocknerbesteigung mit 18 Jahren, für mich und meinen Freund Otto Brusatti war das unser schönstes Maturageschenk, formulierte ich weitere bergsteigerische "Traumziele", wobei ich zunächst nicht an eine "Traumerfüllung" zu denken wagte:
     
Das schönste Dreigestirn der Welt !
Trennlinie
Vor uns die Große Zinne
am Weg zum Einstieg.
Trennlinie
1. Seil-Länge :
Niki kommt nach.
Trennlinie
Zu dieser Scharte hinauf
Trennlinie
wird`s teilweise unübersichtlich.
Trennlinie
Doch Leo kennt den richtigen Weg
Trennlinie
und schon allein deswegen
folgen wir ihm gerne nach.
Trennlinie
Kurz nach besagter Scharte
Trennlinie
erfolgt mit Gipfelblick
Trennlinie
eine wohlverdiente Rast,
Trennlinie
die auch Leo offensichtlich genießt.
Trennlinie
Noch dieses Portrait von Stefan
Trennlinie
ehe es überraschend problemlos
Trennlinie
zum Gipfel weitergeht.
Trennlinie
Wäre nicht vor einer Woche
ein Haken beim Abseilen ausgebrochen,
hätte ich
- so wie hier Niki -
das Abseilen (mehr) genossen.
Trennlinie
Stolzer Rückblick
Trennlinie
mit Stefan und Niki zur Großen
Trennlinie
aber respektvoll auch zur Kleinen
sowie zur Kleinsten Zinne.
Trennlinie
Der 7. August 1989
Trennlinie
ist ein Höhepunkt meines Lebens !
Trennlinie
PS :
Die Drei Zinnen von Osttirol aus
sehen zu können, war danach
immer eine doppelte Freude !


Trennlinie
  1989-08-07 GROSSE ZINNE 2996 m

Dolomiten/Süd-Tirol
Linie
  Hier hat am 7. August 1989 alles perfekt geklappt :

In drei Stunden von der Auronzo-Hütte
über den "Normalweg" auf den Gipfel.

Bergführer Leo Baumgartner
hat Stefan (klettert mit Turnschuhen) und mich am Seil,
Niki klettert hingegen mit Richard Höber.

Die beiden Kamine
- es sind die Schlüsselstellen -
fallen mir recht leicht.
Ich mag Kamine !

Der Blick in die überhängende Nordwand
vom Gipfel ist atemberaubend.
Alexander Huber durchstieg sie ja
im Sommer 2002 allein in der Direttissima.
Für einen Laien
- und vom Klettern her bin ich ein Laie -
ist so eine Leistung unvorstellbar.

     
Das Matterhorn.
Eines meiner Lebens-Träume !
Trennlinie
Rechts oben die Solvayhütte.
Doch davor meine schwierigste Stelle :
Die Obere Mosleyplatte ( III ).
Trennlinie
Hier rasteteten wir lang.
Trennlinie
Und nach der Schulter geht es
recht ausgesetzt
Trennlinie
zum Schweizer
- hier trifft soeben Stefan ein -
Trennlinie
und zum Italienischen Gipfel.
Trennlinie
Leider war das Matterhorn
in jeder Hinsicht
extrem teuer erkauft.

Was soll`s ? Das Leben muss weiter gehen !
Trennlinie
Diese drei Steine nehme ich
vom absolut höchsten Punkt
- also vom Schweizer Gipfel -
mit nach Hause.
Trennlinie
  1991-08-10 MATTERHORN 4478 m

Der schönste Berg der Welt !
Linie
  Mit meinem Sohn Stefan wartete ich in Baden - also zu Hause - sicheres Wetter ab. Am 9. August 1991 trafen wir in Landeck unsere beiden Bergführer Leo Baumgartner und Heli. An Schlaf im dortigen Gasthaus "Arlberg" war nicht zu denken, denn die Arlbergbahn donnerte in 30-Minuten-Intervallen die ganze Nacht buchstäblich "durch" das Gasthaus. (Der Wirt war - die akustische Situation macht es verständlich - schwerer Alkoholiker). Auch am nächsten Tag in der 3260 m hohen Hörnlihütte, die wir von der Seilbahn-Station Schwarzsee gemütlich erreichten, schlief ich nicht. Nun war ich einfach zu aufgeregt. Es gab Neuschnee am Matterhorn. Allerdings waren an diesem Tag - also am 10. August - Bergsteiger am Gipfel. Beim Frühstück um 1/2 4 Uhr sah man schon eine beeindruckende "Lichterkette" in unterwegs. Ein faszinierender Anblick! Spät - um 4 Uhr - brachen wir auf und verstiegen uns am finsteren Hörnligrat einmal recht ordentlich - wir bleiben zu sehr am Grat, also zu sehr rechts. Es hieß also abseilen zur Normalroute - und das in der Finsternis. Das bedeutete, dass wir auf die unter uns querenden Bergsteiger einen Steinhagel niederlassen mussten. Zum Glück - bzw. unglaublicher Weise - ist nichts passiert.
Traumrast dann auf der 4003 m hohen Solvay-Hütte. Viele Japaner übernachteten auf dieser gemütlich eingerichteten Notunterkunfthütte (was ja eigentlich verboten ist).
Für mich persönlich war die Obere Moseley-Platte klettertechnisch schon recht unangenehm. (Im Führer steht allerdings nur Schwierigkeitsgrad III-). Die Untere Moseley-Platte beeindruckte hingegen nur durch permanenten Steinschlag. Da die steilsten Passagen ab der Schulter Fixseile tragen, ist der Aufstieg zum Gipfel ab der Solvay-Hütte eigentlich nicht mehr so schwierig. Doch Stefan ging mit Touren-Schischuhen und geriet einmal mit Heli viel zu weit in die Ostwand hinein. Noch ausgesetzter war dann aber später der bodenlose Blick in die Matterhorn-Nordwand. Einmal flog ein fußballgroßer schwarzer Stein in ca. 5 Meter Entfernung bei uns vorbei. Ein Bergsteiger stieg Leo mit seinen Steigeisen auf die Schulter, weil er so einen besseren "Standplatz" hatte. Manchmal passiert man mehr als erschöpfte Bergsteiger, oder "Solisten" sichern sich umständlich und langsam an den Fixseilen empor. Am Matterhorn grüßt man sich nicht mehr. Auf diesem Berg sind die anderen Bergsteiger "Gegner" - sie nehmen Dir Stand- und Abseilplätze weg und - wir haben es ja auch getan - lösen gefährliche Steinschläge aus. Dennoch: Es war dann ein unglaubliches Glücksgefühl auf dem "schönsten Berg der Welt" zu stehen. Am italienischen Gipfel hat mich dann die Rührung übermannt.
Eine Stunde saßen wir bei Traumwetter allein - die Schnellen war schon wieder unten, die Langsamen noch nicht da - auf dem Schweizer Gipfel. Vom Gipfel nahm ich drei ganz verschiedene Steine als Souvenir mit.
Beim Abstieg zwei weitere Zwischenfälle :
Ein spitzer "Abseilstein" gibt nach, dreht sich talwärts ab. Leo hält mich dennoch, indem er sich geistesgegenwärtig irgendwie an den Fels presst. Nach der Hörnlihütte komme ich mit Stefan in der Nacht in ein Gewitter (Leo und Heli sind schon längst unten) und finde im Regen und Nebel gerade noch irgendwie zum Hotel "Schwarzsee" zurück.

     
Der Mt. Blanc vom Mt. Brevent.
Mit dieser Seilbahn fuhr ich 1972
mit Rita hinauf.
Trennlinie
Der Bosses-Grat
- das ist ein Aufstiegs-Bild -
Trennlinie
war ein tolles Erlebnis !
Trennlinie
Und das waren unsere letzten Meter
auf den höchsten Berg der Alpen.

Hier meine Filme dazu :
http://www.youtube.com/watch?v=NDEHeDeR6Ng und http://www.youtube.com/watch?v=4Cz7Vc-pH6M
Trennlinie
  1992-08-07 MT. BLANC 4809 m

Doch nicht der höchste Berg Europas ? !

Aber sicher der Alpen.
Linie
  Der erste Versuch im Juli 1978 scheiterte an extremem Schlechtwetter. Mit meiner Frau Rita und Dieter Fussi hatte ich einen zweiwöchigen Urlaub in St. Gervais bei Chamonix geplant. Doch es schneite so erbarmungslos, sodass in 14 Tagen niemand den Gipfel erreichte. Im Schlafraum der Tête Rousse-Hütte war Eis. Ein längeres Sitzen in der Hütte auf 3167 Meter ebenfalls viel zu kalt. Wir gingen in der eiskalten Hütte buchstäblich "im Kreis", um uns warm zu halten. Beim Kartenspielen froren uns die Finger ein. Angeblich schneite es damals auf der Aiguille du Midi fast täglich bis zu einem Meter.

1992 klappte es dann problemlos :
Mit meinem Sohn Stefan wartete ich in Baden eine Schönwetterperiode ab. Vor allem die Satelliten-Fotos waren damals schon sehr aufschlussreich. Der europäische Wetterbericht bei "stabiler Wetterlage" brauchbar. Am 5. August fuhren wir über Brenner, Mailand, Aostatal durch den Mt. Blanc Tunnel bis Les Houches. Dort trafen wir auch meinen Cousin Rainer aus München. Am nächsten Tag mit der Seilbahn und weiter mit der Zahnradbahn bis 2372 m hinaufgefahren. Die gefürchtete Schuttrinne nach der Tête Rousse war gnädig. Der prasselnde Schuttregen setzte erst ein, nachdem wir in Sicherheit waren. (Zu Mittag taut oben bei Sonneneinstrahlung immer eine Gletscherquelle auf und schwemmt kiloweise Geröll mit sich. In der trichterförmigen Rinne hört man allerdings die Steine gut, wenn sie heruntergesaust kommen.) An Schlaf in der total überfüllten 3817 m hohen Gouter-Hütte war nicht zu denken. Und so stand jeder gern um 2 Uhr früh auf. (Ich lag wie viele andere auch am Hüttenboden und lag auf weicher Unterlage - auf meinem Seil.) Start um 2 Uhr 45. Den Sonnenaufgang bei der 4362 m hohen Vallot-Hütte (stinkende Notunterstandshütte) abgewartet. Problemlos über den "Bosses-Grat" zum höchsten Berg Europas. Am schönsten war der Blick hinüber zum Mt. Maudit bzw. Montblanc du Tacul. Viele schlafen nämlich in der Seilbahn-Bergstation der Aiguille du Midi (das wird geduldet) und starten um Mitternacht die lange Querung (ca. 10 Stunden) zum "Dach von Europa".

Das glaubte ich damals am 7. August 1992.
Mittlerweile gilt ja der 5642 m hohe Elbrus als höchster europäischer Berg. Und tatsächlich liegt dieser doppelgipfelige Bergriese im Kaukasus innerhalb der russischen Grenze (und sowieso des Urals).
2002 musste ich mit Freunden aus Leipzig (Adventure Trail) im Elbrus-Sattel auf ca. 5400 m Höhe in einem erbarmungslosen Schneesturm umkehren. (Niemand erreichte damals den Gipfel). Außerdem war ein Bergkamerad höhenkrank geworden.
Am 17. Juli 2003 ist es mir dann gelungen, den Elbrus-Gipfel zu erreichen.

     
Diese "Gralsburg" faszinierte mich
schon von Kindheit an !
Trennlinie
Mit Leo nun am Stabelerturm.
Hinter ihm der Winklerturm.
Trennlinie
So ein Kamin taugt mir !
Trennlinie
Danke, Leo,
für dieses Top-Erlebnis!


Trennlinie
  1994-07-27 STABELER TURM ( 2805 m )

Vajolett-Türme / Rosengarten / Dolomiten
Linie
  Am 27. Juli in den Rosengarten gefahren. Noch am Abend in der Nähe des Delagoturm-Einstieges seilfrei herumgeklettert. Mein Bergführer Leo Baumgartner stieg nach dem obligaten Nachmittagsgewitter abends sogar noch auf die Rosengartenspitze. Am nächsten Tag steigt er nach dem Kamin von der Scharte sogar eine Seillänge in Richtung Winklerturm. Leo zu mir : "Ich hab´ geglaubt, Du willst auf den Winklerturm". Ich winke ab. Mir war es dort doch zu ausgesetzt. Außerdem herrschte wieder Gewittergefahr und ich wollte "nur" auf den höchsten Punkt der Vajolett-Türme.
Bei der heikelsten Stelle montiert Leo ein "Bandl" zum Anhalten für mich. Danke, Leo ! Die letzte Seillänge geht es dann wirklich senkrecht hoch. Die Ausgesetztheit ignoriere ich einfach. Im herrlichen Fels - feste brauchbare kleinste Griffe - komme sogar ich gut hinauf.

Oben wird fleißig fotografiert. Aber nicht zu lange, denn das nächste Gewitter kommt bestimmt.
Nach der ersten Abseillänge frage ich Leo nach meinem Fotoapparat. Leo: "Ich hab geglaubt, Du hast ihn eh mitgenommen". Leo überlegt nicht lange und klinkt sich aus dem Seil. Ich mache mich für eine gemütliche Rastpause auf einem relativ geräumigen Felsplatzl zurecht. Doch kaum sitze ich richtig, ist Leo mit meinem Fotoapparat schon wieder da.

Übrigens : Noch vor dem Tal - aber schon in relativer Sicherheit - kommen wir tatsächlich in ein Gewitter.

     
TrennlinieVolksbank Baden   Trennlinie